ASST.2.3.2 — Software Bill of Materials (SBOM)

SOLLTE Security level: normal-SdT Effort 4 BSI-Stand-der-Technik-Kernel

Sub-control of ASST.2.3

Statement (Anforderung)

Informationen und Assets für Anwendungen SOLLTE die Software Bill of Materials (SBOM) dokumentieren.

Guidance (Erläuterung)

Eine Software Bill of Materials (SBOM) ist in diesem Zusammenhang eine strukturierte Liste aller Komponenten, Bibliotheken und Abhängigkeiten, die in einer Anwendung enthalten sind, einschließlich ihrer Versionen und Herkunft. Sie kann dabei sowohl Open-Source- als auch proprietäre Bestandteile erfassen und in maschinenlesbaren Formaten (z. B. SPDX, CycloneDX) vorliegen. Der Zweck dieser Dokumentation liegt darin, Transparenz über die eingesetzten Softwarebestandteile zu schaffen, sodass Abhängigkeiten, potenzielle Schwachstellen oder veraltete Komponenten nachvollziehbar bleiben. Ohne diese Transparenz könnte es bei Sicherheitsvorfällen, Lizenzkonflikten oder fehlender Wartbarkeit zu erheblichen Problemen kommen, während eine gepflegte SBOM die schnelle Identifikation von Risiken, die Minimierung von Vendor Lock-in und die Nachvollziehbarkeit der Software-Lieferkette unterstützen kann. Hierzu kann die BSI TR-03183-2 verwendet werden.

Statement properties
NameValue
target_object_categories Anwendungen
documentation Inventar Anwendungen
result die Software Bill of Materials (SBOM)
action_word dokumentieren
modal_verb SOLLTE
Control properties
NameValue
alt-identifier ddd9f433-8d27-4ed5-9061-e77fc9564dbc
sec_level normal-SdT
effort_level 4
Sub-controls
Raw OSCAL JSON (complete control)
{
  "class": "BSI-Stand-der-Technik-Kernel",
  "controls": [
    {
      "class": "BSI-Stand-der-Technik-Kernel",
      "id": "ASST.2.3.2.1",
      "params": [
        {
          "id": "asst.2.3.2.1-prm1",
          "label": "regelmäßig oder bei Änderungen",
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          ]
        }
      ],
      "parts": [
        {
          "id": "ASST.2.3.2.1_stm",
          "name": "statement",
          "props": [
            {
              "name": "documentation",
              "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/documentation_guidelines.csv",
              "value": "IT-Betriebskonzept"
            },
            {
              "name": "result",
              "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/result.csv",
              "value": "die Aktualität des Inventars der Anwendungen durch ein automatisiertes Verfahren"
            },
            {
              "name": "result_specification",
              "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/result.csv",
              "value": "{{regelmäßig oder bei Änderungen}}"
            },
            {
              "name": "action_word",
              "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/action_words.csv",
              "value": "überprüfen"
            },
            {
              "name": "modal_verb",
              "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/modal_verbs.csv",
              "value": "KANN"
            }
          ],
          "prose": "Informationen und Assets KANN die Aktualität des Inventars der Anwendungen durch ein automatisiertes Verfahren {{ insert: param, asst.2.3.2.1-prm1 }} überprüfen."
        },
        {
          "id": "ASST.2.3.2.1_gdn",
          "name": "guidance",
          "prose": "Die automatische Aktualisierung des Anwendungsinventars (etwa bei Installationen, Konfigurationsänderungen und Deinstallationen) dient in erster Linie der vollständigen Transparenz über die IT-Landschaft. Ein aktuelles Anwendungsinventar kann als Grundlage für Compliance-Nachweise, Lizenzmanagement und Schwachstellenanalysen dienen. Die Automatisierung dieses Prozesses verringert dabei den manuellen Verwaltungsaufwand und erhöht die Datenqualität, da menschliche Fehler oder Versäumnisse bei der Dokumentation vermieden werden können. Konkrete Anwendungsfälle können die automatische Erfassung einer neu installierten ERP-Software im Inventar, die Dokumentation einer Konfigurationsänderung an einer Firewall-Anwendung oder die Entfernung einer nicht mehr genutzten Datenbanksoftware aus dem Inventar sein. Auch Updates von Anwendungen, Änderungen an Zugriffsberechtigungen oder Konfigurationsanpassungen aufgrund neuer Sicherheitsanforderungen können als relevante Ereignisse für eine Inventaraktualisierung betrachtet werden. Für die Umsetzung können Software Asset Management (SAM) Tools eingesetzt werden, die über Agenten oder regelmäßige Netzwerk-Scans Änderungen erkennen. Eine Alternative kann die Integration von Deployment- und Konfigurationsmanagement-Systemen mit der CMDB (Configuration Management Database) sein, wodurch jede Änderung automatisch im zentralen Inventar gespiegelt wird. Die Implementierung von Event-Triggern in der IT-Infrastruktur kann ebenfalls dazu beitragen, dass bei definierten Ereignissen eine sofortige Inventaraktualisierung ausgelöst wird. Einen hohen Mehrwert für alle Sicherheitsbereiche kann es haben, Inventardaten aus verschiedenen Quellen automatisiert miteinander abzugleichen, z.B. aus Verzeichnisdiensten, AMDB, EDR und CMDB. Eine regelmäßige Validierung der Prozesse durch Stichprobenkontrollen kann dabei helfen, die Vollständigkeit und Genauigkeit der automatisierten Inventarisierung zu gewährleisten."
        }
      ],
      "props": [
        {
          "name": "alt-identifier",
          "value": "be8d7b56-9709-4d1b-aeaa-cb5fa1b0cca1"
        },
        {
          "name": "sec_level",
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          "value": "erhöht"
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        {
          "name": "effort_level",
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          "value": "5"
        }
      ],
      "title": "Software Discovery"
    }
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  "id": "ASST.2.3.2",
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      "id": "ASST.2.3.2_stm",
      "name": "statement",
      "props": [
        {
          "name": "target_object_categories",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/target_object_categories.csv",
          "value": "Anwendungen"
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        {
          "name": "documentation",
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          "value": "Inventar Anwendungen"
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          "name": "result",
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          "value": "die Software Bill of Materials (SBOM)"
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          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/modal_verbs.csv",
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      "prose": "Informationen und Assets für Anwendungen SOLLTE die Software Bill of Materials (SBOM) dokumentieren."
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      "prose": "Eine Software Bill of Materials (SBOM) ist in diesem Zusammenhang eine strukturierte Liste aller Komponenten, Bibliotheken und Abhängigkeiten, die in einer Anwendung enthalten sind, einschließlich ihrer Versionen und Herkunft. Sie kann dabei sowohl Open-Source- als auch proprietäre Bestandteile erfassen und in maschinenlesbaren Formaten (z. B. SPDX, CycloneDX) vorliegen. Der Zweck dieser Dokumentation liegt darin, Transparenz über die eingesetzten Softwarebestandteile zu schaffen, sodass Abhängigkeiten, potenzielle Schwachstellen oder veraltete Komponenten nachvollziehbar bleiben. Ohne diese Transparenz könnte es bei Sicherheitsvorfällen, Lizenzkonflikten oder fehlender Wartbarkeit zu erheblichen Problemen kommen, während eine gepflegte SBOM die schnelle Identifikation von Risiken, die Minimierung von Vendor Lock-in und die Nachvollziehbarkeit der Software-Lieferkette unterstützen kann. Hierzu kann die BSI TR-03183-2 verwendet werden."
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  "props": [
    {
      "name": "alt-identifier",
      "value": "ddd9f433-8d27-4ed5-9061-e77fc9564dbc"
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      "name": "effort_level",
      "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/effort_level.csv",
      "value": "4"
    }
  ],
  "title": "Software Bill of Materials (SBOM)"
}
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