TEST.4.4 — Geregelte Notfalländerungen
Änderungen und Tests SOLLTE Regelungen für Notfalländerungen einschließlich Vorgehensweise, Zuständigkeiten, erforderlicher Ressourcen und minimaler Prüfschritte verankern.
Ein Notfall-Deployment-Prozess ermöglicht eine schnelle Reaktion auf akute Bedrohungen. Als Notfall-Ereignisse kommen z.B. Zero-Day-Exploits, kritische Sicherheitslücken mit aktiver Ausnutzung, schwerwiegende Produktionsfehler mit Geschäftsauswirkungen oder koordinierte Cyberangriffe in Frage. Zu einer strukturierten Vorgehensweise können z.B. gehören: (1) Ein Eskalationsverfahren mit definierten Kommunikationswegen, z.B. zum ISB und Administrierenden, welche über Rufbereitschaftspläne und automatisierte Alarmierungssysteme erreichbar sind und Zugriffsrechte auf isolierte Notfall-Deployment-Umgebungen, vorkonfigurierte Rollback-Mechanismen sowie dedizierte Notfall-Builds mit minimalen Abhängigkeiten besitzen. (2) Minimale Prüfschritte können z.B. eine beschleunigte Sicherheitsvalidierung kritischer Codeänderungen, automatisierte Sicherheitsscans zur Identifikation offensichtlicher Schwachstellen, die Verifizierung der Code-Integrität durch mindestens zwei autorisierte Personen nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie ein dokumentierter Genehmigungsprozess mit expliziter Abzeichnung durch den CISO oder einen designierten Stellvertreter sein. (3) Eine Nachbereitung mit Post-Incident-Analyse zur Dokumentation der getroffenen Maßnahmen, identifizierten Verbesserungspotenzialen und notwendigen Nacharbeiten.
| Name | Value |
|---|---|
| documentation | IT-Betriebskonzept |
| result | Regelungen für Notfalländerungen |
| result_specification | einschließlich Vorgehensweise, Zuständigkeiten, erforderlicher Ressourcen und minimaler Prüfschritte |
| action_word | verankern |
| modal_verb | SOLLTE |
| Name | Value |
|---|---|
| alt-identifier | fe2a551e-4660-4796-92bf-2304adb70a61 |
| sec_level | normal-SdT |
| effort_level | 3 |
{
"class": "BSI-Stand-der-Technik-Kernel",
"id": "TEST.4.4",
"links": [
{
"href": "#NOT.1.1",
"rel": "related"
}
],
"parts": [
{
"id": "TEST.4.4_stm",
"name": "statement",
"props": [
{
"name": "documentation",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/documentation_guidelines.csv",
"value": "IT-Betriebskonzept"
},
{
"name": "result",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/result.csv",
"value": "Regelungen für Notfalländerungen"
},
{
"name": "result_specification",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/result.csv",
"value": "einschließlich Vorgehensweise, Zuständigkeiten, erforderlicher Ressourcen und minimaler Prüfschritte"
},
{
"name": "action_word",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/action_words.csv",
"value": "verankern"
},
{
"name": "modal_verb",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/modal_verbs.csv",
"value": "SOLLTE"
}
],
"prose": "Änderungen und Tests SOLLTE Regelungen für Notfalländerungen einschließlich Vorgehensweise, Zuständigkeiten, erforderlicher Ressourcen und minimaler Prüfschritte verankern."
},
{
"id": "TEST.4.4_gdn",
"name": "guidance",
"prose": "Ein Notfall-Deployment-Prozess ermöglicht eine schnelle Reaktion auf akute Bedrohungen. Als Notfall-Ereignisse kommen z.B. Zero-Day-Exploits, kritische Sicherheitslücken mit aktiver Ausnutzung, schwerwiegende Produktionsfehler mit Geschäftsauswirkungen oder koordinierte Cyberangriffe in Frage. Zu einer strukturierten Vorgehensweise können z.B. gehören: (1) Ein Eskalationsverfahren mit definierten Kommunikationswegen, z.B. zum ISB und Administrierenden, welche über Rufbereitschaftspläne und automatisierte Alarmierungssysteme erreichbar sind und Zugriffsrechte auf isolierte Notfall-Deployment-Umgebungen, vorkonfigurierte Rollback-Mechanismen sowie dedizierte Notfall-Builds mit minimalen Abhängigkeiten besitzen. (2) Minimale Prüfschritte können z.B. eine beschleunigte Sicherheitsvalidierung kritischer Codeänderungen, automatisierte Sicherheitsscans zur Identifikation offensichtlicher Schwachstellen, die Verifizierung der Code-Integrität durch mindestens zwei autorisierte Personen nach dem Vier-Augen-Prinzip sowie ein dokumentierter Genehmigungsprozess mit expliziter Abzeichnung durch den CISO oder einen designierten Stellvertreter sein. (3) Eine Nachbereitung mit Post-Incident-Analyse zur Dokumentation der getroffenen Maßnahmen, identifizierten Verbesserungspotenzialen und notwendigen Nacharbeiten."
}
],
"props": [
{
"name": "alt-identifier",
"value": "fe2a551e-4660-4796-92bf-2304adb70a61"
},
{
"name": "sec_level",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/security_level.csv",
"value": "normal-SdT"
},
{
"name": "effort_level",
"ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/effort_level.csv",
"value": "3"
}
],
"title": "Geregelte Notfalländerungen"
}